Verstopfung (Obstipation)

Wichtige Tipps zur Vorbeugung und zur Therapieunterstützung bei Verstopfung

Ballaststoffreiche Ernährung beschäftigt den Darm und regt seine natürliche Bewegung an. Deshalb sind Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen so wertvoll: Dazu zählen zum Beispiel Vollkorngetreide, Vollkornbrot, Naturreis, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte.

Stark stopfende Lebensmittel wie Weißmehlprodukte sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen. Das gleiche gilt für Speisen mit viel Fleisch, Fett oder Zucker.

Bestimmte Gewürze regen die Bildung der Verdauungssäfte an. Dazu zählen Oregano, Zimt, Kurkuma, Pfeffer, Fenchel, Kümmel, Anis, Salbei, Senf, Knoblauch, Löwenzahn, Wermut, Enzian, Wacholderbeeren und Brombeerblätter.

Gut kauen. Je besser das Essen zerkaut ist, desto leichter haben es die Verdauungsorgane. Deshalb ist gutes Kauen auch eine bewährte Vorbeugung von Blähungen.

Regelmäßige Mahlzeiten unterstützen den Verdauungstrakt bei der Arbeit. Essen Sie möglichst nicht spät abends.

Ausreichendes Trinken hilft, den Stuhl lockerer und deshalb besser ausscheidbar zu machen. Ein paar Trinkregeln steigern den Gesundheitseffekt:

  • trinken Sie täglich mindestens 1,5, besser 2 Liter Wasser oder Kräutertee
  • koffeinhaltige, alkoholische, gesüßte Getränke nur selten trinken
  • am Besten zwischen den Mahlzeiten und über den Tag verteilt trinken – auch schluckweise.
  • Trinken während des Essens kann die Verdauung eher schwerer machen
  • wirkt oft wahre Wunder bei leichter Verstopfung: Morgens direkt nach dem Aufstehen eine Tasse lauwarmes Wasser oder Kräutertee trinken,
  • abends auf größere Wassermengen verzichten, damit der Schlaf nachts nicht durch unnötige Gänge zur Toilette gestört wird.

Tägliche Bewegung hält nicht nur die Muskeln des Bewegungsapparates fit. Sie wirkt sich auch positiv auf die Durchblutung und damit die Bewegungen der Darmmuskulatur aus. Die Verdauung funktioniert besser. Der Verdauungsspaziergang ist deshalb eine besonders empfehlenswerte Tradition.

Gewöhnen Sie Ihren Darm an eine feste Zeit. Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit auf die Toilette und haben Sie Geduld bis das Trainingsziel der regelmäßigen Stuhlentleerung erreicht ist. Ganz wichtig: Unterdrücken Sie nie längere Zeit den Stuhldrang.

Ein Darmtagebuch kann Ihnen ebenfalls helfen. Mit seiner Hilfe können Sie leicht ermitteln, in welchen Lebenssituationen Sie besonders unter Verstopfung leiden. Ein solches Darmtagebuch finden Sie hier.